
Dampf gegen Infrarot – Welche Methode eignet sich wirklich für Ihre Produktion?
Die meisten Möbelgeschäfte nutzen immer noch Dampf zur Aushärtung des Klebers. Es handelt sich dabei um die altmodische Methode – und sie funktioniert zwar, doch sie verursacht viele Probleme. Man muss mit großen Kesseln, komplizierten Rohrleitungen sowie der ständigen Pflege des Wassers umgehen, damit das System nicht verstopft.
In letzter Zeit setzen immer mehr Geschäfte auf Infrarotheizer anstelle von Dampf. Es geht dabei weniger darum, einer Mode zu folgen, sondern vielmehr darum, die Arbeit zu erleichtern.
Wie wird die Wärme überhaupt übertragen?
Stellen Sie sich Dampf vor: Im Grunde genommen werden die Luft oder eine Metallplatte erhitzt, in der Hoffnung, dass die Wärme schließlich auf den Lack übertragen wird. Das geschieht jedoch sehr langsam.
Infrarot hingegen funktioniert anders: Es wird keine Zeit mit der Erwärmung der Luft verschwendet. Die elektromagnetischen Strahlen werden direkt auf die Stelle gerichtet, an der der Kleber aufgetragen wird. Dadurch kann ein Aushärtungsprozess, der früher Stunden in Anspruch nahm, in wenigen Minuten abgeschlossen werden. Das ist wirklich schnell – und das ändert alles an der Arbeitsweise.
Lohnt es sich eigentlich?
Wenn man sich die Kosten für die Lampen und Controller ansieht, scheint Infrarot auf den ersten Blick teurer zu sein als einige Dampfrohre. Doch man muss das Ganze im größeren Zusammenhang betrachten. Man muss keinen riesigen Kessel mehr betreiben, und man muss auch nicht mehr an defekten Ventilen arbeiten. Das Geld kommt viel schneller zurück, als man denkt.
Hier zeigt sich der Unterschied wirklich:
Der Platzbedarf: Infrarotanlagen sind klein – man kann also mehr Produktionslinien in derselben Werkstatt unterbringen, ohne dass es zu Problemen kommt.
Der Abfall: Dampf ist unordentlich – er verteilt die Wärme über die ganze Fabrik, wodurch das ganze Gebäude unnötig erhitzt wird. Infrarot hingegen funktioniert wie eine Taschenlampe: Die Wärme wird nur dort freigesetzt, wo der Kleber aufgetragen wird.
Die Wartezeit: Bei Dampfkesseln dauert es lange, bis diese die gewünschte Temperatur erreichen. Mit Infrarot kann man die Temperatur in Sekunden erreichen.
Aber es gibt auch Nachteile…
Infrarot ist keine „Wunderwaffe“, die ohne Mühe funktioniert. Wenn man Hochleistungs-Lampen verwendet, muss man mit großer Energie umgehen. Wenn die Transportbänder zu langsam laufen, kann der Lack beschädigt werden. Man riecht bereits, bevor man etwas sieht. Man muss die Geschwindigkeit der Bänder sowie die Leistung der Lampen perfekt aufeinander abstimmen. Wenn sich die Geschwindigkeit der Bänder ändert, benötigt man einen PID-Controller, der die Energie automatisch reguliert, damit keine Charge Holz zerstört wird.
Letztendlich sorgt der Umstieg auf Infrarot dafür, dass man sich nicht mehr um die komplizierten Anlagen kümmern muss. Es verwandelt ein komplexes System in eine einfache, bedienbare elektrische Anlage.